Marin Alsop dirigiert Dvořák - CD des Monats JUNI 2008
Antonín DVOŘÁK (1841-1904)
Symphony No. 9
Symphonic Variations, Op. 78
Theme – Variations 1-27 – Finale
Symphony No. 9 in E minor, Op. 95, ‘From the New World’ BALTIMORE SYMPHONY ORCHESTRA • MARIN ALSOP
Recorded live at Joseph Meyerhoff Symphony Hall, Baltimore, USA,
from 8th to 10th June 2007
(Symphony No. 9) and on 14th, 15th and 17th June 2007
(Symphonic Variations)
Diese Aufnahme mit dem Baltimore Symphony Orchestra unter der Dirigentin Marin Alsop ist die erste von drei CDs mit den Sinfonien von Antonín Dvořák, die alle live bei Konzerten in der Joseph Meyerhoff Symphony Hall in Baltimore, USA, aufgezeichnet wurden.
Die populärste aller Dvořák-Sinfonien, Nr. 9 Aus der neuen Welt , hat durch den Eindruck des schier unerschöpflichen Melodie-Flusses und der perlenden Orchestrierung eine sofortige Sogwirkung. Im Jahre 1892 betrat Dvořák zum ersten Mal amerikanischen Boden, um den lukrativen und prestigeträchtigen Posten als Direktor des National Conservatory of Music in New York anzunehmen. Zu dieser Zeit war Dvořák bereits ein weltbekannter Komponist.
Noch immer spricht aus dieser Sinfonie ein zeitloser, optimistischer Pioniergeist. Die
pulsierenden Metropolen der USA sind in den wunderbaren musikalischen Themen ebenso wahrzunehmen wie die Weite der Prärie. Dvořák ließ sich von indianischen Legenden inspirieren, lässt jedoch durch typische böhmische Klänge auch seine Sehnsucht nach der Heimat deutlich werden.
Am 16. Dezember 1893 erlebte die Sinfonie Aus der neuen Welt durch das Orchester der Philharmonischen Gesellschaft unter der Leitung des deutschen Dirigenten Anton Seidl in der Carnegie Hall ihre Uraufführung. Nach stürmischen Ovationen des Publikums wurde das Largo noch einmal dargeboten.
Telemann/Bach: Oboe d’amore Concertos - CD des Monats MAI 2008
Georg Philipp TELEMANN (1681-1767) Johann Sebastian BACH (1685-1750)
Concertos for Oboe d’amore
G.P. Telemann: Concerto in G major, TWV G3
J.S. Bach: Concerto in A major, BWV 1055
J.S. Bach: Concerto in D major, BWV 1053
G.P. Telemann: Concerto in A major, TWV A2
Thomas Stacy, Oboe d’amore
Toronto Chamber Orchestra
Kevin Mallon
Authentische Rekonstruktionen von Konzerten für Oboe d‘Amore, Streicher
und Basso continuo
Die Oboe d’amore erhielt ihren Namen wegen des auch „Liebesfuß“ genannten Schallbechers am unteren Ende. Sie der Alt oder Mezzosopran in der Familie der Oboen und tauchte in der Spielpraxis erstmals im frühen 18. Jahrhundert auf. Der wunderschöne Ton dieses Instrumentes, das besonders durch Ravels Bolero zu Bekanntheit gelangte, ist weniger nasal und durchdringend als der der kleinen Schwester.
In den Konzerten von Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann lässt der bekannte Oboist des New York Philharmonic Orchestra, Thomas Stacy (Grammy Nominee 2005), sein Instrument in agiler Virtuosität und gefühlvollen langsamen Passagen in voller Pracht erklingen.
Zum ersten Juli eröffnet Naxos ein neues Logistikzentrum für den nationalen und internationalen Versand und bündelt damit den Vertriebsbereich wieder unter einem Firmendach. Damit wird Naxos Global Logistics (NGL) in Kirchheim vor den Toren Münchens zum Dreh- und Angelpunkt der deutschen und globalen Vertriebsaktivitäten des weltweit agierenden Unternehmens.
Ab Juli sollen von Kirchheim aus alle Tonträger von NGL distribuiert werden. Als Geschäftsführer gab Naxos-Deutschland-Chef Chris VollMohamed El Wakil bekannt, der bislang als kaufmännischer Direktor für die Naxos Deutschland Musik & Video Vertriebs-GmbH tätig war: “Ich freue mich, dass mit Herrn El Wakil ein langjähriges Mitglied der Naxos-Familie für diese verantwortungsvolle Position gefunden werden konnte. Herr El Wakil bringt durch seine Erfahrung und sein Know-how alle Voraussetzungen für diese Leitungsfunktion mit.”
Zudem betonte Voll die Vorteile des neuen Logistikzentrums: “Damit tragen wir der nach wie vor ungebrochenen Nachfrage nach dem physischen Tonträger im Bereich Klassik Rechnung und können die Abwicklung und den Service sowohl für den deutschen Handel als auch für unsere internationalen Vertriebspartner optimieren.” Für den Handel in Deutschland ändere sich außer den Telefonnummern, Faxnummern und einem “noch besseren Service” nichts, so Voll. Mohamed El Wakil lobt die günstige Lage des Vertriebsstützpunkts. “Das neue Logistikzentrum in München-Kirchheim ist perfekt an die Infrastruktur wie Autobahn und Flughafen angebunden und bietet somit auch hinsichtlich der örtlichen Gegebenheiten optimale Bedingungen für einen reibungslosen logistischen Ablauf. Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe.”
Außerdem sei das neue Vertriebszentrum so dimensioniert, dass auch für weitere Vertriebe und Labels sowohl die deutsche Logistik als auch der weltweite Export abgewickelt werden könne, und biete daher eine optimale Grundlage für die Expansion der Aktivitäten im nationalen und internationalen Bereich.
NGL Naxos Global Logistics
NGL Naxos Global Logistics GmbH Hürderstraße 4 85551 Kirchheim
GERMANY
Roussel, Albert: Symphony No. 2 - CD des Monats April 2008Roussel, Albert
Royal Scottish National Orchestra Denève, Stéphane - Conductor NAXOS▪ 8.570529 ▪ 1 CD ▪ DDDSymphony No. 2 in B flat major, Op. 23 1. I. Lent 17:35 2. II. Modéré 09:43 3. III. Très lent 15:41 4. Pour une fête de printemps, Op. 22 11:36 Suite in F major, Op. 33
5. I. Prelude 04:01
6. II. Sarabande 05:24
7. III. Gigue 04:35
„Stéphane Denève, Leiter des Royal Scottish National Orchestra seit 2005, spielt die Musik Roussels so, als sei sie ihm in die Wiege gelegt. Dieses Dream-Team entwickelt sich zu einer musikalischen Bank und einem echtes Star im NAXOS-Katalog. „Mehr davon, bitte!“, so David Hurwitz von Classicstoday.com über die erste Folge der Gesamtaufnahme der Orchestermusik Albert Roussels (8.570245). Nun ist die mit Spannung erwartete zweite Folge da, die fast unbekannte und dementsprechend selten eingespielte Werke von Roussel enthält. Zwei weitere Folgen mit Stéphane Denève und dem Royal Scottish National Orchestra werden folgen.
Die Sinfonie Nr. 2 von Albert Roussel (1869 – 1937) gehört bereits in die zweite, durch Experimentierfreude geprägte Phase seines Werkes und ist fast gänzlich unbekannt.
Roussels frische Komposition Pour une fête de printemps und die Sinfonie Nr. 2 sind nicht zufällig auf dieser CD versammelt. Ursprünglich war die sinfonische Dichtung von 1920 als zweiter Satz der Sinfonie Nr. 2 konzipiert. Weil Pour une fête de printemps jedoch den Rahmen sprengte, entschloss sich Roussel, das Werk separat zu veröffentlichen und erklärt dazu: „Ich habe dieses Stück als kleine Sinfonie in sich entwickelt, die mehrere Sätze in sich
vereint: Allegro, Scherzo, Andante. Der langsame Teil bildet das Zentrum.“
GIOACCHINO ROSSINI La Cambiale di matrimonio - NAXOS DVD - Bekannt geworden ist Rossini besonders durch seine komischen Opern, von denen er La Cambiale di matrimonio bereits im Alter von gerade mal 18 Jahren schrieb. Die Oper war ein großer Erfolg, und das Teatro San Moisè, das den Auftrag für den Einakter gegeben hatte, ließ noch vier weitere folgen.
Diese Produktion, die beim Rossini Opern Festival in dessen Geburtsstadt Pesaro aufgezeichnet wurde, glänzt besonders durch die Kombination der beiden bereits etablierten Vokalisten Désirée Rancatore und Saimir Pirgu und der hoch talentierten Newcomer Fabio Maria Capitanucci, Enrico Maria Marabelli sowie Maria Cortsevskaya.Orchestra Haydn di Bolzano e Trento
Umberto Benedetti Michelangeli, Leitung
Rossini Opera Festival, Pesaro, Italy August 2006
83 Min. 13 Sek.
DD 2.0 / Dolby Surround 5.0
NTSC Single Layer Disc
16:9
Rezension: DAS OPERNGLAS 4/2008 Knapp eineinhalb Stunden vergnüglich Rossini-Unterhaltung bietet diese in Zusammenarbeit von Naxos, Dynamic und dem Rossini Opera Festival entstandene DVD: die Farsa comica »La Cambialedi matrimonio«, mitgeschnitten in Pesaro im Sommer2006. Die detail- und einfallsreiche Inszenierung von Luigi Squarzino erinnert stilistisch an die Arbeiten von Jean Pierre Ponnelle oder Michael Hampe: Die Herangehensweise ist vom Grundsatz her realistisch (Bühnenbild und Kostüme von Tiziano Mancmi sind eine Augenweide!), doch mit jener Portion Ironie versehen, die gerade dieser recht konventionell gestaltete Einakter dringend braucht. Alles wirkt irgendwie etwas übertrieben - aber nur genau umso viel, dass das Ganze nicht von der Musik ablenkt und in Klamaukumkippt.
Musikalisch sorgt Umberto Benedetti Michelangeli am Pult des sauber spielenden, aber ziemlich trocken klingenden Orchestra Haydn di Bolzanoe Trentomit ausgewogenen Tempi für einen reibungslosen Ablauf. Etwas mehr 1
Esprit hätte allerdings nicht geschadet. Die Besetzung lässt große Namen vermissen, setzt stattdessen auf junge Stimmen und erweist sich schließlich als sehrhomogen. Mit Paolo Bordogna (Tobia Mill) und Fabio Maria Capitanucci (Slook) stehen zwei erstklassige Rossini-Sänger in der Nachfolge eines Renato Capecchi oder Sesto Bruscantini zur Verfügung: zwei kernige Baritonstimmen, ungemein höhensicher, dabei aber auch ausreichend beweglich für die geforderten Koloraturpassagen. Da beide zudem über eine guten Schuss visccimica verfügen, ist ihr Duett der absolute Höhepunkt der Aufführung. Auch Desire Rancatore wird vom Publikum lautstark gefeiert zu Recht. Ihr etwas soubrettig wirkender Sopran mit fabelhafter Koloraturtechnik und stupender Extremhöhe ist bei der Partie der kapriziösen Fanny bestens aufgehoben. Mit schönem Timbre und eleganter Phrasierung lässt Saimir Pirgu aufhorchen, doch bietet die Tenorpartie des Edoardo dem Sänger wenig Entfaltungsmöglichkeiten.
Eines allerdings mutet seltsam an: Der erste Track der DVD zeigt das Teatro Rossini in Pesaro - zunächst von außen, dann von innen - zeigt, wie elegant gekleidete Opernbesucherin den Logen Platz nehmen, ehe sich der Vorhang hebt. Die Vorstellung freilich hat in einer hässlichen Sportarena am Rande der Stadt stattgefunden, die seit jenem Sommer 2006 alljährlich fürs Festival umgerüstet wird… A. Laska
Verdis überaus tragische Oper Luisa Miller (Naxos DVD 2.110225), die 1849 in Neapel uraufgeführt wurde, basiert auf Schillers Kabale und Liebe.
Bei dieser Produktion aus dem Teatro La Fenice ließ sich der Regisseur Arnaud Bernard von Bernardo Bertoluccis berühmten Film 1900 inspirieren. Getragen wird die Oper von der herausragenden Sopranistin Darina Takova, deren sensible und intensive Charakterisierung Luisas die innere Qual und Zerrissenheit der Titelheldin fast greifbar werden lässt. Giuseppe Sabbatini überzeugt in einer spannungsgeladenen Darstellung des Rodolfo. Besonders die berühmteste Arie der Oper Quando le sere al placido ist ein musikalischer und theatralischer Höhepunkt.
Das OPERNGLAS schreibt in seiner März Ausgabe 2008: „Da sage noch jemand, Verdi werde heute nicht mehr opulent gesungen! (…) Durchweg hört man Stimmen, die sich über Höhensicherheit, Kraft und Volumen auszeichnen. Hier wird nicht auf Sparflamme gekocht.”
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