Giovanni Bottesini: Certino in C minor – CD des Monats August 2008

Giovanni Bottesini: Certino in C minor – CD des Monats August 2008

Giovanni BOTTESINI (1821–1889)

Ero e Leandro – Opera: Prelude
Concertino in C minor (original version for double bass and strings)
Il diavolo della notte – Opera: Sinfonia
Passioni amorose for  two double basses and orchestra
Elégie in D  Alì Babà – Opera:
Duo Concertante on Themes from Bellini’s I Puritani for cello,
double bass and orchestra

Thomas Martin, Double Bass
Moray Welsh, Cello

London Symphony Orchestra
Franco Petracchi, Double Bass and Conductor
Matthew Gibson, Conductor

NAXOS ▪ 8.570398 ▪ 1 CD ▪ DDD

Seinen Zeitgenossen war Giovanni Bottesini als Paganini des Kontrabasses bekannt, denn die technischen Möglichkeiten dieses Instrumentes wurden von Bottesini sowohl als Komponist wie auch als virtuoser Solist signifikant erweitert. Und er war einer der ersten, wenn nicht der erste Italiener überhaupt, der 1847 in der kubanischen Hauptstadt Havanna den Konzertsolisten und Dirigenten vereinigte. Auch in der letztgenannten Eigenschaft bereiste er die ganze Welt: Seine Präzision, seine Akkuratesse und die Genauigkeit, mit der er die jeweiligen kompositorischen Absichten befolgte, trugen ihm großen Respekt ein. Er war einer der führenden italienischen Dirigenten, ein äußerst innovativer Künstler, der viele Symphonien dirigierte und mit vielen verschiedenen Instrumentalsolisten zusammenarbeitete. Auf dieser Einspielung ist es Franco Petracchi, der, ganz im Geiste Giovanni Bottesinis, sowohl als Kontrabassist auftritt (Passioni amorose) als auch als Dirigent der übrigen Werke verantwortlich zeichnet. Außer Bottesinis größtem Meisterwerk auf dem Opernsektor, dem Prelude zu Ero e Leandro, enthält diese CD die unter Bassisten noch heute populärste Komposition für ihr Instrument, das Concertino in c-moll. Bei diesem Werk steht die Virtuosität immer im Dienste der Musik.Auch das eher selten gespielte Duo Concertante für Cello und Kontrabass nach Themen von Bellinis I Puritani stellt bemerkenswerte technische Ansprüche an die Solisten.